"800 mal einsam - Ein Tag mit dem Filmemacher Edgar Reiz
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Ein warmherziges, dennoch formal radikales Filmportrait in Schwarzweiß und
Farbe über Edgar Reitz in der Begegnung mit einer jungen Filmemacherin.
Im Austausch der Generationen trifft der Mitunterzeichner des berühmten
Oberhausener Manifestes und Wegbereiter des “Neuen Deutschen Films” auf
eine Nachwuchsregisseurin. Der Film greift Fragen nach persönlicher Biografie bis zum Kinosterben auf und wird zur Liebeserklärung an das Filmemachen an sich.

Eine Widmung ans Kino, an die deutsche Filmkunst, ans Scheitern und Lieben.

Und an Edgar Reitz.

» Wir forderten damals Freiheiten für den Film - Unabhängigkeit von den
Klischees und Vorstellungen der Branche. Diese Freiheiten würden auch dem
heutigen Film sehr gut tun.« Edgar Reitz.


REGIEKOMMENTAR
Ich befinde mich auf der Suche nach den Idealen und Wertvorstellungen meiner filmischen Wegbereiter. Edgar Reitz ist in meinen Augen der spannendste dt.Filmemacher der Nachkriegszeit.
Gemeinsam mit anderen jungen Filmemachern verlas er 1962 auf den
Kurzfilmtagen das sogenannte Oberhausener Manifest. Die versammelten
Jungfilmer forderten damals ein neues Kino: »Der alte Film ist tot. Wir glauben an den neuen.« Film solle nicht unterhalten, sondern Denkanstöße für den Zuschauer geben und Filmemacher sollten finanziell unabhängig werden mit dem Motto »Papas Kino ist tot«.
Für mich war klar, dass ich den »alten Meister« unbedingt kennenlernen wollte und ihm ebenso künstlerisch begegnen wollte. Welche Motive haben ihn in seinem Leben angetrieben? Was hat ihm immer wieder – gerade im Scheitern – Kraft gegeben, an seinen Vorstellungen von Film und Kunst festzuhalten?
Konnte er sich immer treu bleiben? Was ist Edgar Reitz für ein Mensch hinter
seiner Fassade? Gedreht haben wir mit Edgar Reitz in der Lichtburg in Essen.
Bisher war das einer der herausforderndsten Filmprotagonisten, denen ich mich gegenübergestellt habe.




















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Dokumentarfilm | Deutschland 2019 | 88 Minuten Regie: Anna Hepp