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| Kevin
(Constantin von Jascheroff) kommt als Picco, als Neuer, in die Viererzelle Nr.
10 des Jugendgefängnisses, die er sich mit Andy (Martin Kiefer), Marc (Frederick
Lau) und Tommy (Joel Basman) teilt. Ein Mikrokosmos, in dem die Rollen von Täter
und Opfer flexibel und transformativ sind. In dieser für Kevin neuen, fremden
Welt bestimmen latente Aggression und Gewaltbereitschaft jede Situation. Es fällt
dem zurückhaltenden Kevin schwer, sich in dieser Situation zu behaupten. Zu Beginn
nimmt er die Demütigungen seiner Zellengenossen hin. In Tommy findet er einen
Vertrauten, der ebenso schwach wie er selbst, ihm in diesem hermetisch geschlossenen
Kosmos aus Gewalt und Erniedrigung die Grundregeln des Überlebens beibringt. Kevin
will das zunächst nicht akzeptieren und rutscht selbst immer weiter in die Opferrolle.
Langeweile, Trostlosigkeit, und ein völliger Mangel an Privatsphäre beherrschen
dabei den Alltag und setzen Kevin, aber auch den anderen Häftlingen, extrem zu.
Vier Häftlinge auf 16 Quadratmetern - hier dreht sich alles im Kreis. Die unkontrollierten
Emotionen der Jugendlichen finden kein Ventil und stauen sich auf. Eines Nachts
kommt es zur Eskalation hinter der Stahltür. Von den Wachleuten unbemerkt, geschehen
Dinge, die die Rollenzuweisung auf brutalste, aber auch konsequente Art klären.
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