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Deutschland
2008 - Regie: Thomas Sieben - Darsteller: Ken Duken, Franziska Weisz, Josef Heynert,
Jan Uplegger, Karsten Mielke, Lars Jokubeit, Stefan Puntigam, Sigo Heinisch, Boris
Methner - FSK: ab 16, nicht feiertagsfrei - Länge: 82 min.
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Welt von Daniel (Ken Duken) ist still. Er lebt ruhig und zurückgezogen und geht
seinem Job als Gärtner im botanischen Garten nach. Seine Arbeitskollegen provoziert
seine stoische Verschlossenheit, durchbrechen können sie sie aber nicht. Von seinen
scheinbar unmotivierten Gewaltausbrüchen weiß niemand etwas. Dann lernt er Jana
(Franziska Weisz), eine Kollegin, kennen. Trotz seiner Abweisungen verliebt sie
sich in Daniel und es gelingt ihr, sich ihm zu nähern. Langsam beginnt sich Daniel
Jana und der Welt zu öffnen. Doch hinter seiner Sanftheit verbirgt sich ein dunkles
Geheimnis, von dem sie nichts ahnt. Als sie herausfindet, was hinter seiner äußeren
Gleichgültigkeit steckt, wird sie vor eine harte Wahl gestellt. Kann sie ihn wirklich
vor sich selbst schützen?
DISTANZ erzählt eine tragische Liebesgeschichte
eines Außenseiters und seiner Freundin. Die Stimmung schwankt zwischen Glück und
Tragik, zwischen Liebe und blinder Hingabe. Ken Duken kämpft darin gegen sich
selbst und seine Dämonen, Franziska Weisz hofft mit der Kraft ihrer Liebe ihn,
und auch ein bisschen sich selbst, retten zu können. Der wortkarge Protagonist
blickt auf seine Umgebung wie ein Zugfahrender, der durch das Abteilfenster die
Welt vorbeirauschen lässt. Er nimmt nicht teil, beobachtet, wirkt wie hineingesetzt
in das Spiel seines eigenen Lebens, in dem er nur eine Nebenrolle spielt. Thomas
Sieben macht nicht den Fehler, zu erklären, zu psychologisieren, sondern er zeigt
einfach nur: einen Täter ohne Reue, eine Liebe ohne Zukunft. Damit gelingt ihm
ein fesselndes Drama, präzise beobachtet und klar inszeniert, von internationalem
Format. | | | |