Perspektive deutsches Kino
"Phantomschmerz"

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Thriller | Deutschland 2018 | 98 Minuten

Regie: Andreas Olenberg

Ein krimineller Taxifahrer (Daniel Littau) sucht den Schuldigen für den Tod seines kleinen Bruders und trifft dabei auf den behandelnden Chefarzt (Sven Martinek).
Als dieser zwei Jahre nach dem Verlust seines Patienten betrunken in ein Taxi steigt, ahnt er noch nichts von dem Familiendrama, das sich schon sehr bald zu einem Thriller entwickeln wird.
Das junge Unternehmen Camcore aus Ostwestfalen-Lippe kehrt der deutschen Filmindustrie den Rücken zu und entwickelt auf eigene Faust ein besonderes Filmprojekt.

Mit einem für Verbesserungsvorschläge öffentlich bereitgestellten Drehbuch und der Finanzierung über Crowdfunding realisierte der mit dem Deutschen Kamerapreis ausgezeichnete Regisseur Andreas Olenberg sein außergewöhnliches Kinofilmdebüt.

AndreasOlenberg, geboren am 30. April 1990, wächst gemeinsam mit Daniel Littau in Espelkamp auf. Im Im Alter von 13 Jahren (Sommer 2003) gründen sie gemeinsam das Filmteam „Camcore“, bei dessen Produktionen er leidenschaftlich die Regie- und Kameraarbeit übernimmt und erste Erfahrungen in der Videobearbeitung und dem Schreiben von Drehbüchern sammelt. Nach seinem Abitur am Söderblom Gymnasium im Jahr 2009 zieht Andreas nach Bielefeld, um dort Medieninformatik und Gestaltung zu studieren. Während seines Studiums beweist er Kreativität und technisches Wissen über Kamera und Schnitt – vier Mal belegen er und sein Team den ersten Platz des UniVideoMagazins Bielefeld, drei weitere Filme schaffen es auf den zweiten und dritten Platz.
Aber auch außerhalb der Universität zeigt sich sein Erfolg: Beim Camgaroo Award in München ist er insgesamt sechs Mal mit Filmen wie „Snake Eater“, „Halbnah“ oder „Maniac“ unter den drei ersten Plätzen. Mit „Sweet Sweet Clara“ belegt er den dritten Platz beim Shocking Shorts Festival von 13th Street Universal und Sky. 2014 wird sein bisher erfolgreichster Kurzfilm „Revolve“ auf den Filmfestspielen in Cannes vorgestellt. Noch im selben Jahr wird Andreas der Deutsche Kamerapreis verliehen.
Mit seinen damals 24 Jahren ist er der jüngste Preisträger seit der ersten Verleihung 1982.
Im Herbst 2016 schreibt Andreas zusammen mit Daniel Littau das Drehbuch zu „Phantomschmerz“. Zunächst als Kurzfilm geplant, entwickeln sie ihren ersten Spielfilm, den sie, trotz abgelehnter Förderung, im Jahr 2017 mit einem Team filmbegeisteter Kollegen auf eigene Faust produzieren.